Am Samstag, dem 1. November 2025, waren wir zu Besuch in Yverdon-les-Bains bei den FER Finals. Positiv beeindruckt vom Event, möchten wir euch von unseren Eindrücken berichten. Denn schon beim Betreten der Räumlichkeiten vom Explorit spürte man, dass hier etwas Grosses läuft. Die Stimmung war lebendig, aber entspannt. Familien mit Kindern, Esport-Fans aber auch Gamer jeden Alters waren vor Ort und alle wollten sehen, wie sich die besten League of Legends Teams der Romandie, sowie einige aus der Deutschschweiz, auf der grossen Bühne schlagen.
Der Freitag war laut Programm eher den Fachleuten vorbehalten, sprich Politiker, Verbände und Organisationen trafen sich, um über die Zukunft des Esports in der Schweiz zu sprechen. Da ging es um Themen wie Anerkennung, Förderung und Einbindung in die Sportpolitik. Dass der Kanton Waadt und die Stadt Yverdon dieses Thema so ernst nehmen, merkt man deutlich, denn sogar die Präsidentin des Staatsrats, Christelle Luisier Brodard, war dabei und betonte, wie wichtig es sei, Esport als Teil der modernen Sportlandschaft zu verstehen.
Aber am Samstag zwischen 10 und 20 Uhr wurde durchgehend gezockt, gestaunt und aber auch ausprobiert. Denn überall gab es kleine Messestände von Gamingvereinen, an denen man selbst Hand anlegen konnte, bspw. an einer Partie Rocket League oder auch das neue Game 2XKO, welches ein Free to Play 2v2 Fighting Game mit League of Legends Charakteren ist. Auf der Bühne liefen Matches, welche professionell organisiert waren, mit Live-Kommentatoren und Livestream, aber auch ein grosses Aufgebot an Regie-, Licht- und Soundtechnikern auf richtig hohem Niveau.
Was uns besonders auffiel: Die Organisation war top, es gab keinerlei Chaos, keine Wartezeiten und alles wirkte klar strukturiert. Man merkte, dass hier viele helfende Hände, viel Erfahrung und vor allem Leidenschaft für den Esport im Hintergrund arbeiteten. Denn das FER wurde dieses Jahr zum erste Mal nicht alleinig durch FER-Mitglieder, sondern neu durch den Schweizer Esports Verband veranstaltet.
Am Sonntag folgten dann die Halbfinals und das grosse Finale. François Armada, Mitglied der Stadtregierung und verantwortlich für Sport und Bewegung, sagte in seiner Rede treffend, dass Yverdon sich mit dieser Veranstaltung endgültig als Pionier im Esport positioniert. Dem stimmen wir als Besucher zu und das war am Event auch deutlich spürbar.
Auch Baptiste Müller, Präsident der Schweizer Esport Föderation, zeigte sich zufrieden. Denn das Ziel sei, diesen Event zu einem festen Bestandteil der Schweizer Esport-Szene zu machen. Es soll ein Treffpunkt sein, an dem Talente gefördert und Gemeinschaft erlebbar wird.
Wer nicht live vor Ort war, konnte das Ganze übrigens auf Twitch mitverfolgen. Die Übertragung lief auf dem offiziellen Kanal des SESF und war ebenso professionell wie das Event selbst.
Für uns war es jedenfalls ein Wochenende, das hängen bleibt. Es ist faszinierend zu sehen, wie Esport in gewissen Regionen der Schweiz zunehmend auf professioneller Ebene angekommen ist und durch Kantone und Politiker unterstützt und Fördergelder gesprochen werden. – Da könnten sich andere Kantone eine ganz grosse Scheibe abschneiden. Deshalb wollen wir an dieser Stelle direkt dem Kanton Waadt unseren Dank aussprechen, welcher den Event extrem grosszügig mitfinanziert hat. 💚
